201-9090 Effi Briest

Beginn Sa., 14.03.2020, 17:44 - 23:04 Uhr
Kursgebühr 25,00 €
weitere Bemerkungen inkl. Theaterkarte und Zugfahrt

Anmeldeschluss ist der 13.02.2020.
Die Theaterkarte kann nach Anmeldeschluss nicht mehr zurückgegeben werden.
Dauer 1 Termin
Kursleitung Dr. Anne Terglane-Fuhrer
weitere Angaben Samstag, 14.03.2020
Bahnhof Gronau
Zugabfahrt: ab 17:44 Uhr, an 18:44 Uhr
Rückkehr: ab 22:08 Uhr, an 23:04 Uhr
oder ab 23:08 Uhr, an 00:04 Uhr

Nach Anna Karenina kommt erneut eine bedeutende Frauenfigur der Literatur in das Theater Münster: Effi Briest.

Effi, gerade 17 Jahre alt, heiratet auf Wunsch ihrer Eltern den mehr als doppelt so alten Baron von Instetten.
Die junge Frau muss das elterliche Anwesen, den Ort einer glücklichen Kindheit, verlassen, um mit ihrem Ehemann in einen kleinen Ort in Hinterpommern zu ziehen. Dort führt sie ein ereignisloses Leben, vernachlässigt von ihrem Gatten, der sich häufig auf karrierefördernden Dienstreisen befindet, und gelangweilt in der Gesellschaft der ländlichen Adelskreise. Vereinsamt in ihrer Ehe, lernt Effi Major von Crampas kennen, einen spontanen, leichtlebigen, charmanten und gutaussehenden Mann. Zwischen beiden bahnt sich eine heimliche Affäre an, die Effi in schwere Gewissenskonflikte stürzt, aus der sie sich aber auch nicht befreien kann. Erst als Instetten nach Berlin versetzt wird, kann sie ein neues Leben in der Großstadt genießen und die Zeit in der Provinz hinter sich lassen.
Sechs Jahre später jedoch, während Effi in einer Kur weilt, entdeckt ihr Ehemann durch Zufall Briefe des Majors Crampas, die ihm die Affäre seiner Ehefrau offenbaren. Einem überholten Ehrenkodex folgend, fordert Instetten Crampas zum Duell und tötet ihn. Damit nicht genug, lässt er sich trotz aller Selbstzweifel von seiner Frau scheiden, obwohl er damit auch sein eigenes Lebensglück zerstört. Effi wird daraufhin auch von ihren Eltern verstoßen. Aufgrund der gesellschaftlichen Konventionen darf sie nicht nach Hause zurückkehren und fristet in einer kleinen Wohnung in Berlin ein einsames Dasein. Auch ihre Tochter ist ihr entzogen und bei einem späteren Treffen völlig von der Mutter entfremdet. Erst als Effi todkrank wird und einen Zusammenbruch erleidet, nehmen ihre Eltern sie wieder zu Hause auf. Doch es ist zu spät, Effi Briest stirbt, gerade einmal 30 Jahre alt, in ihrem Elternhaus.

Der 1896 erschienene Roman Theodor Fontanes, als ein Höhepunkt des poetischen Realismus gefeiert, behandelt das "weite Feld" des bürgerlichen Moralkodexes der Wilhelminischen Ära. Doch die zentralen Themen von Liebe, Ehe, Karriere, Angst, Schuld, Entsagung, Strafe, Zeit und Tod lassen die Geschichte der
Effi Briest zeitlos aktuell erscheinen und stellen den grundsätzlichen Konflikt zwischen dem Glücksstreben des Individuums und gesellschaftlichem Erwartungsdruck und Zwang dar.

Das Theater Münster bringt den Stoff als Theaterstück in Zusammenarbeit von Jungem Theater und Schauspiel Münster in einer Inszenierung von Gregor Turecek auf die Bühne. Turecek assistierte nach seinem Regiestudium u. a. bei Frank Castorf am Residenztheater in München.
Effi Briest ist bereits seine dritte Regiearbeit in Münster.




Zu diesem Kurs sind keine Orte verfügbar.
Datum
14.03.2020
Uhrzeit
17:44 - 23:04 Uhr
Ort




Die korrekte und vollständige Funktion unserer Dienste setzt Cookies voraus. Mit einem Klick auf die Schaltfläche [OK] willigen Sie ein, dass unsere Internetdomäne Cookies verwendet.